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Bhagirathi

Am Sonnenpfeiler

Landkarte Indien

Jörg Pflugmacher

Walter Hölzler

Am Einstieg - Schattenpfeiler

Verlauf der neuen Route

Bhagirathi Westwand im Abendlicht auf 5000 Meter

Kurze Verschnaufpause.

Im unteren Pfeilerabschnitt

Neuschnee im Basislager auf 4200 Meter

Walter Hölzler im Interview - Fortsetzung Teil II

M2b Redaktion am 07.06.2004 - 11:55 Uhr

Mountains2b: Was können Sie zum Schwierigkeitsgrad der Route sagen?
Walter Hölzler: Es sind 30 Seillängen bei etwa 1500 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt. 27 Seillängen davon Freikletterei bis zum Schwierigkeitsgrad 8+. Eine Seillänge habe ich mit 9 eingestuft, konnte sie aber nicht ganz frei klettern, da die Seillänge überhängend und ein echter Knaller ist. Ein 15 Meter langer Riss in einer glatten Platte ist so dünn, dass er wahrscheinlich nicht frei kletterbar sein wird. Und wie schon erwähnt: ein Pendelquergang auf die Felsschulter. Das heißt: Bei ungefähr 1600 Meter Kletterstrecke beträgt der Anteil der technischen Kletterei rund 40 Meter. Ich denke das ist in Ordnung, auch wenn ich am liebsten alles frei geklettert hätte.
Insgesamt war die Kletterei aufgrund der Höhe physisch und psychisch sehr anstrengend und ermüdend, dessen sollte man sich bewusst sein. Ich hoffe, dass bald Spitzenbergsteiger kommen werden, um die Route zu wiederholen. Denn ich würde gerne wissen, was sie dazu sagen. Für Himalayaneulinge oder Sportkletterer ist sie auf jeden Fall nicht empfehlenswert.

Mountains2b: War die Entscheidung, als Zweierteam zu gehen, richtig?
Walter Hölzler: Sicher ist das Risiko zu zweit größer - ein Ausfall und nichts geht mehr; wenn man so will ein Pokerspiel mit den Chancen 50:50.
Andererseits hatten wir weniger Material durch die Wand zu schleppen und man steht sich nicht im Weg, was uns 2001 dann und wann passiert ist. Es war also schon die genaue Überlegung, dass man zu zweit flexibler und schneller ist. Und Schnelligkeit bedeutet gerade im Himalaya im Bezug auf das Wetter auch Sicherheit. Der Alpinstil ist eigentlich der moderne Stil des Himalayakletterns.

Mountains2b: Und was, sagen Sie, bleibt zurück, jetzt, da Sie es nach solch langem Anlauf geschafft haben?
Walter Hölzler: Die ganz besondere Freude, es im Alpinstil geschafft zu haben - wir haben uns nicht hochgenagelt! Solche Routen gibt es im Himalaya bereits genug. Ich wollte den Stil, den Kurt Albert und Wolfgang Güllich vor ein paar Jahren im Himalaya eingeführt haben, weiter praktizieren.

Mountains2b: Gibt es schon einen Namen für Ihre Erstbegehung?
Walter Hölzler: Ja, 'Stairway to heaven'.
Mountains2b: Ein wahrlich passender Name. Schön, dass Sie wohlbehalten wieder hier sind.

Berichte
- Erstbegehung im Alpinstil
- Die ersten 150 Meter
- Das Basislager ist erreicht
- Eingeschneit: abwarten!
- Auf dem Weg ins Basislager - Wettersturz!
- In Neu Delhi angekommen
- Kurz vor der Abreise zum Bhagirathi
- Wo bekommt man schnell noch Spezialequipement her?
- Interview mit Walter Hölzler vor dem Start der Expedition

Expeditionsbergsteigen
Ausführliche Berichte - auch über die Bhagirathi-Expedition 2001 - sind unter www.expeditionsbergsteigen.de zu finden.

Homepage Walter Hölzler
Über seine sonstigen Vorhaben und zurückliegende Unternehmungen berichtet Walter auf seiner Homepage www.walter-hoelzler.de.

Sponsoren
Unterstützt wurde diese Expedition vom Deutschen Alpenverein und den Firmen Petzl, Salomon, ICO Alpin Event Training, Hilti, Powerbar, Optik Kössel, Craft, Beal, Outdoor-Consulting GmbH sowie Christoph Bucher Kletterwände.


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