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Georg Csak

Dominik Rind

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Impressionen

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Georg Csak

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Geschafft: Die letzten Tage im Kühlschrank der Welt!

M2b Redaktion am 20.05.2008 - 14:07 Uhr

Riesige Eistürme, gewaltige Stürme und ein Tour, die die beiden die Alpinisten Georg Csak und Dominik Rind bis an das Ende ihrer Kräfte gebracht hat. Das zwei Mann starke Team hatte sich vor der "Expedition Arctic Summits" ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: erstmals die vier höchsten Berge Grönlands zu besteigen. Außerdem standen mehrere Erstbegehungen von kleineren Bergen auf dem Programm. Die beiden Expeditionisten brachen am 15. April vom Ausgangspunkt "Constable Point" auf und wollen voraussichtlich am 25. Mai nach Deutschland zurückkehren. Jetzt befinden sich Csak und Rind in den letzten Zügen ihrer Hardcore-Tour.

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Das Rennen um die rechtzeitige Ankunft am Flugzeug-Treffpunkt beginnt
Am 13. Mai machten sich die beiden Offiziere der Luftwaffe auf den Weg von ihrem letzten Lager bei den Gipfelhöhen des Gronau Nunatakker, um den 120 Kilometer weit entfernten Flugzeug-Treffpunkt zu erreichen, an dem sie abgeholt werden. Acht Tage Zeit! Das bedeutete, dass sie täglich 18 Kilometer zurücklegen mussten. Bevor sie sich jedoch auf den langen Weg durch die karge Eiswüste machten, beschlossen die beiden Extrembergsteiger, noch eine kleine Erstbesteigung zu unternehmen und die Abfahrt auf Skiern zu genießen.

13. Mai 2008
Position: 69:44.7N 30:26.4W
Wetter: bedeckt, leichter Schneefall, -3 – -7 Grad Celcius

"Der Auftakt hätte miserabler nicht sein können. Wieder einmal laufen wir im totalen White-out. Das langsame vorwärts kommen bei Null Sicht und schlechten Eisverhältnissen ist zermürbend für Seele und Moral. Zum ersten Mal seit Beginn unseres Unternehmens fühlen wir tiefe Niedergeschlagenheit." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Doch so sollte es nicht bleiben! Das Wetter änderte sich schlagartig und innerhalb einer Viertelstunde schien die Sonne vom Himmel. Da der Wind aus der richtigen Richtung wehte und die Bodenverhältnisse nicht besser hätten sein können, beschlossen Georg Csak und Dominik Rind, die Kites auszupacken und sich über das Hochland ziehen zu lassen. Die beiden Extremsportler schafften so eine Strecke von 20 Kilometer. Dann plötzlich brach der Pitaraq (plötzlich auftretender Fallwind) über die beiden herein.

"Ich raffe in großer Eile unter äußerstem Kraftaufwand meinen Kite zusammen. Währenddessen reißt bei Dominiks Landung seine Sicherheitsleine und sein Kite fliegt auf und davon." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Es passierte das, was nie passieren darf:

"Er rennt ihm hinterher, während ich die Pulkas sichere. Dabei finde ich zu meinem großen Entsetzen auf dem Boden sein Funkgerät, das er wohl beim Aufprall verloren hat. Bei schlechter Sicht wäre dies die Katastrophe, vor der wir uns am meisten fürchten, denn ohne Funkgerät könnten wir in der weißen Einöde nicht zueinander finden und da beide Pulkas bei mir sind, hätte Dominik weder Essen noch Zelt bei sich. Aber gottlob ist die Sicht gut und ich kann in ca. 2km Entfernung einen kleinen schwarzen Punkt erkennen und hoffe…." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Doch alles wendete sich zum Guten und die beiden fanden sich ohne Probleme wieder. Da die Sportler schon 30 Kilometer hinter sich gelassen hatten, entschieden sie sich, das Zelt aufzuschlagen und sich auszuruhen.

14. Mai 2008
Position: 70:07.6N 30:16.2W
Wetter: sonnig -8 - -17 Grad Celcius

"Nach den gestrigen Strapazen haben wir gut geschlafen und erwachen erst als die Sonne schon hoch am Himmel steht. Heute haben wir einen Bilderbuchstart und beginnen bei gutem Wind gleich zu kiten." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Nach einem Kilometer kiten wurden die beiden allerdings enttäuscht, denn der Wind nahm ab. Also schnallten sie sich ihre Felle an die Skier und machten sich zu Fuß auf den Weg.

"Gegen Abend kommt der Wind zurück und wir beschließen, so lange zu kiten, wie er anhalten wird. Die Sonne geht unter und wieder auf und wir lassen uns noch immer durch diese unwirkliche Landschaft ziehen." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Als sich der Wind wieder beruhigte, schlugen die beiden Bergsteiger ihr Nachtlager auf und genossen nach 50 zurückgelegten Kilometern das Abendessen in der niemals richtig verschwindenen Sonne.

15. Mai 2008
Position: 70:12.2N 30:18.4W
Wetter: heiter -8 - -15 Grad Celcius

"Wir haben lange und tief geschlafen und fühlen uns trotz des gestrigen Marathons ausgeruht genug, um weitere 10 Kilometer bergauf zu laufen." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

16. Mai 2008
Position: 70:19.0N 30:13.7W
Wetter teilweise wolkig -6 - -8 Grad Celcius

"Wir bringen 14 Kilometer Fußmarsch hinter uns, unser Zielgebiet kommt in Sicht." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

17. Mai 2008
Position: 70:24.8N 30:10.8W
Wetter: bedeckt, Schneefall -7 - -17 Grad Celcius

"Das Ziel ist erreicht" (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Dominik Rind und Georg Csak liefen bei dichtem Nebel und Schneefall nur mit der Hilfe des Kompasses und GPS die letzten zwölf Kilometer durch die Steppe! Der Rendez-vous-Punkt ist erreicht!

"Ob die Position für die Landung des Flugzeugs geeignet ist, können wir erst feststellen, wenn sich die Sicht bessert." (Expeditionstagebuch von Csak und Rind)

Einen umfassenden Abschlussbericht der Expedition bekommen Sie hier bei Mountains2b, wenn Csak und Rind wieder in Deutschland eintreffen.


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