Spezialausrüstung
M2b Redaktion am 15.02.2007 - 13:26 Uhr
Eine Grönland-Expedition fernab jeglicher Zivilisation erfordert einiges an Spezialausrüstung, die der normale Bergsteiger nicht immer dabei hat. Hier gibt es einen Überblick über das zusätzliche Equipment von Georg Csak und Dominik Rind.
Satellitentelefon
Das Satellitentelefon im Handy-Format ermöglicht weltweites telefonieren von quasi jedem Standort der Erde aus. Für das Expeditionsteam dient es primär der Live-Berichterstattung für die Medienpartner, sowie zur Verbindungsaufnahme in Notfällen. Da nur das Iridium Satelliten System auch die Polkappen abdeckt, nutzen Csak und Rind ein Iridium 9505a Satellite Phone von Motorola.
Notsender
Der Notsender sendet nach Aktivierung einen Bakenton auf den internationalen Notfrequenzen 406 MHz und 121.5 MHz. Dieses Signal wird von Satelliten (COSPAS/SARSAT) empfangen und gibt den Standort sowie die individuelle Kennung des Gerätes bekannt. So kann im Notfall relativ schnell eine Rettung eingeleitet werden. Csak/Rind haben sich für ein ACR Aquafix 406 I/O mit integriertem GPS entschieden. Bei allen 406-MHz-Sendern ist es zwingend notwendig, die persönliche Kennung mit entsprechendem Landescode zu programmieren und das Gerät registrieren zu lassen.
GPS und Höhenmesser
GPS-Gerät und barometrischer Höhenmesser dienen nicht nur der Orientierung im White-out, sondern auch der Vermessung und Dokumentation der geplanten Erstbesteigungen. In Regionen über die bisher nur wenige genauen Daten verfügbar sind, will das Expedition-Team unbenannte Gipfel mit genauen Höhen und Positionen vermessen.
Expeditionslaptop
Ein kleines Expeditionslaptop ermöglicht in Verbindung mit dem Satellitentelefon die Live-Berichterstattung über das Internet. Zusätzlich dient es der Speicherung von Fotodaten.
Solaranlage
All diese Geräte und nicht zuletzt die Kameras benötigen Strom. Dieser soll mittels Solarzellen gewonnen werden.
Eisbär-Notwehr
Selbst fernab der Küste kann die Gefahr eines Zusammentreffens mit einem Eisbären nicht ausgeschlossen werden. Nachts wird das
Camp mit einem Stolperzaun aus Angelschnur und Alarmanlage geschützt. Für den äußersten Notfall befindet sich ein großkalibriges Jagdgewehr im Gepäck. Erst kürzlich, im Mai 2006 wurde eine englische Expedition in Grönland auf 2.000 m Höhe und 60 km von der Küste entfernt von einem Eisbären angegriffen.
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