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Alexander Huber

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Patagonien

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Alexander Huber und Heinz Zak

Die Drei Zinnen (Dolomiten)

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Die Drei Zinnen (Dolomiten)

Die Drei Zinnen (Dolomiten)

Die Drei Zinnen (Dolomiten)

Die Drei Zinnen (Dolomiten)

Die Drei Zinnen (Dolomiten)

Die Drei Zinnen (Dolomiten)

Aussicht

Portrait Alexander Huber

M2b Redaktion am 18.03.2008 - 13:38 Uhr

Der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer zog es 1997 vor, seine beginnende Laufbahn als Physiker an den Nagel zu hängen und einem unbekannten Weg in die Bergwelt zu folgen. Das Bergsteigen in jeder seiner Formen und in den verschiedensten Ländern der Erde ist seine Passion.

Ausnahme-Bergsteiger:
Durch Kraft und Wille konnte er sich seitdem immer wieder aufs neue Träume erfüllen. Der elfte Grad im Sportklettern,
'Bellavista' als erste Route dieses Grades in einer alpinen Felswand, die Freikletterrouten an den Bigwalls des Yosemite sowie die Erstbeghung der Westwand des LatokII sind die Eckpunkte seines Lebens als Bergsteiger.

Früh am Berg:
Schon von früher Kindheit an werden die Kinder von den Eltern, Thomas und Maria Huber, in die Welt der Berge entführt und vor allem der Vater, der selbst in Bergsteigerkreisen durch schnelle und frühe Begehungen von Westalpenrouten wie der Droites Nordwand einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt, war mit Ursache am Extremalpinismus seiner Söhne.
So werden mit dem Vater regelmäßig die Westalpen besucht und dabei nicht weniger als 30 Viertausender bestiegen. Ab dem 15. Lebensjahr bildet dann die Seilschaft der
'Huberbuam' die Grundlage für die weitere Entwicklung: der 33-jährige Diplomphysiker zählt heute zu den erfolgreichsten Allroundbergsteigern der Welt.

Freikletterei an Bigwalls:
Bekannt wurde Alexander zuerst durch seine Erfolge im Sportklettern. Die Route 'Om' (XI/9a) und weitere vier Erstbegehungen im glatten elften Schwierigkeitsgrad brachten ihn Mitte der neunziger Jahre an die Spitze der Sportkletterszene. Zudem gelingt ihm 1995 an der 1000 Meter hohen Granitmauer des El Capitan im Yosemite Valley die erste Rotpunktbegehung der legendären 'Salathé' (X-/5.13b) – und gilt heute mit vier weiteren ersten freien Begehungen am El Capitan als der Protagonist des Freikletterns an Bigwalls.

Bigwallkletterei über 6000 Meter Höhe:
1997 leitet er die Expedition nach Pakistan ins Karakorum und es gelingt die erste Begehung der Westwand des 7108 Meter hohen Latok II. Er und sein Team übertragen damit erstmals das Bigwallklettern auf über 6000 Meter und damit auf die großen Berge der Welt.

Höhepunkt - die Zinnen:
Im Winter 2000 eröffnet er an den Drei Zinnen mit der Erstbegehung von Bellavista (IX-/A4) eine der heute schwierigsten Routen in den Dolomiten im Alleingang, ein Jahr später klettert er dieses riesige Dach frei und verwandelt dabei Bellavista (XI-/8c) in die wohl anspruchsvollste und schwierigste alpine Felskletterei überhaupt.
Ebenfalls an den Drei Zinnen klettert er am 01. August 2002 die 'Hasse-Brandler' (VIII+/7a+) free solo, nicht ohne sich jedoch auf die kompromissloseste Art des Kletterns mit Free-Solo-Begehungen von Sportkletterrouten bis 8a+ vorzubereiten.
Was zählt, ist nur noch das eigene Können und die mentale Stärke, keine Angst aufkommen zu lassen. Es ist das Spiel eines kleinen Kreises - bis heute sind es gerade mal eine Hand voll Kletterer, die es praktizierten oder praktizieren – denn das Klettern ohne jede Form von Absicherung, ohne kleinste Sicherheitsreserve ist schlicht und einfach zu kompromisslos.
Die Dimension dieser Begehung in den Dolomiten sprengt jeden Vergleich hinsichtlich Länge, Schwierigkeit und Ausgesetztheit.

Horizonte:
Das Bergsteigen hat heute viele Gesichter: Freiklettern, Eisklettern und Höhenbergsteigen verleihen dem modernen Alpinismus eine abwechslungsreiche Erscheinung, machen ihn für die Aktiven aber auch immer anspruchsvoller.

Entwicklung des Bergsteigen:
Um die verbliebenen Herausforderungen im Alpinismus zu lösen, reicht Spezialistentum nicht mehr aus - der Bergsteiger wird in Zukunft mit all seinen Fähigkeiten gefordert sein.

Seine Vorträge sind gefragt:
In seinen Vorträgen zeigt Alexander Huber aktuelle Highlights im Sportklettern, alpinem Felsklettern und Big Wall Klettern; darunter auch 'Bellavista', die heute schwierigste alpine Freikletterroute weltweit. Darüber hinaus berichtet Huber von den wilden Bergen Patagoniens, zeigt Bilder von dieser faszinierenden, von Wind und Weite geprägten Landschaft an der Südspitze Argentiniens.
Die Spannung des Vortrages steigt bis zum Schluss und findet letztlich seinen Höhepunkt mit Film und Bildern von der 'Free-Solo-Begehung' der 'Diretissima' an der Großen Zinne.

Der elfte Grad:
Sportklettern erlebt seit 20 Jahren einen Dauerboom, der zu einer wahren Leistungsexplosion führte. Konsequentes Training, das von anderen Hochleistungssportarten auf das Klettern übertragen wurde, ein neuer Kletterstil, der immer mehr an das Kunstturnen angelehnt ist und nicht zuletzt das optimale Umfeld in Klettergärten ermöglichten den elften Grad, der die Basis für Alexander Hubers Projekte an den Drei Zinnen sein sollte.

'Bellavista':
'Bellavista' war nach der Wintererstbegehung der Freiklettertraum schlechthin! Die Route an dem spektakulären 80 Meter-Dach der Westlichen Zinne ist steil, schwierig und moralisch anspruchsvoll. Sportklettern im elften Grad - wie im Klettergarten - nur mit dem feinen Unterschied, dass sich die Route an einer alpinen Nordwand befindet und die Sicherungsmittel Spezialitäten aus der Technokiste sind.

'El Corazon':
'El Corazon' - das Herz – ist die auffälligste Struktur am ganzen El Capitan. Der herzförmige, 250 Meter hohe Ausbruch befindet sich genau im Zentrum der Südwestwand, entlang diesem Alexander seine fünfte Freikletterroute an der berühmtesten Wand des Yosemite klettern konnte. Tiefe, klaustrophoben Kamine, riesige Verschneidungen, große Dächer, Platten und Risse – alles ist geboten in der 1000 Meter-Wand.

Patagonien:
Patagonien ist ein vom Wind geprägtes Land. Unweit vom Feuerland an der Südspitze Argentiniens sind die Berge der Anden den permanenten Stürmen der Westwindzone ausgesetzt. Denkbar ungünstige Voraussetzungen für schwieriges Klettern. Aber genau das macht die unnahbar wirkenden, vereisten Felsgipfel Patagoniens zur Herausforderung für die Bergsteiger. Cerro Torre und Fitz Roy gehören somit nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den wilden Bergen unserer Erde.

Chronologie ausgewählter Begehungen:
1992: Erstbegehung der Sportkletterroute 'Om' (Triangel) XI/9a.
1994: Erstbegehung von drei Routen im Schwierigkeitsgrad XI/8c+ ('La Rambla', 'Weiße Rose', 'Black Power').
1995: erste Rotpunktbegehung der 'Salathé' (5.13b/8a+), El Capitan (Bigwall). Erste Begehung des 'Freerider' (5.12d/7c), El Cap (solo).
1996: Erstbegehung 'Open Air' (XI/9a, Schleier).
1997: Erste Begehung der West-Wand des Latok II (7108m, VII+/A3+).
1998: Cho Oyu (8201m, Nordwest-Flanke).
1998: Erstbegehung von 'El niño' (5.13c/8a+), El Capitan. Rotpunktbegehung 'Freerider' (5.12d/7c), El Cap in 15 Stunden und 25 Minuten.
2000: Erstbegehung von 'Bellavista' (IX-/A4) an der Nordwand der westlichen Zinne im Alleingang, im Winter.
2000: Erstbegehung einer neuen Freikletterroute am
El Capitan: 'Golden Gate' (5.13.b).
18. Juli 2001: 'Bellavista' (erste alpine 11er Route).
2001: Erstebegehung von El Corazon(X-/8a+)am El Capitan
2002: Besteigung von Cerro Torre (Kompressorroute), Fitz Roy (Franco-Argentina, VII+/6c, on sight) und Cerro Standhardt (Exocet)
01. August 2002: 'Diretissima' (free solo).
2003: Erstbegehung von Zodiac (X+/8b+)am El Capitan
2004: Besteigung von Kommunist (X+/8b+)(free-solo)
2004: Speed-Rekord an der Zodiac in 1:51,34
2005: Erstbegehung der Voie Petite (X/8b) am Grand Capucin am Montblancmassiv
2006: Erstbegehung von Golden Eagle (VIII/A1) an der Desmochada / Patagonien
2006: Begehung der Südwand (VII+/6c) des Dent du Gèant, 4013m, Montblancmassiv (free solo)
2007: Erstbegehung des Baur-Daches an der Westlichen Zinne mit der Route PanAroma (XI-/8c)
2007: Realisierung des Kinofilms Am Limit
2007: Speed-Rekord an der Nose in 2:45,45 am 8. Oktober

Lebenslauf:
30.12.1968: Geboren in Trostberg/Oberbayern.
1988: Schulabschluss mit Abitur.
1989-1990: Zivildienst als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz.
1992: Abschluss als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer.
1997: Abschluss des Studiums als Diplom-Physiker.
Seit 1998: Berufsbergsteiger.
Seit 2003: Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV).

Quelle:
- Alexander Huber
- DAV, Sektion Köln

Information und Kontakt:
web: www.huberbuam.de
mail:


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