Specials Portraits

Robert Jasper

Am Murallòn/Patagonien

Wildes Patagonien

Wildes Patagonien

Matterhorn

Die Ostwand des Matterhorns

Weißhorn & Walliser Alpen

Mont Blanc von Chamonix

Mont Blanc

Cerro Blanco

Brenvasporn am Montblanc

Portrait Robert Jasper

M2b Redaktion am 07.04.2005 - 14:00 Uhr

Schon seit vielen Jahren zählt Robert Jasper zur absoluten Elite der Extrem-Bergsteiger. Als Profibergsteiger und ausgebildeter Bergführer setzt er Leistungsstandards in allen Bereichen des Alpinismus wie kaum ein anderer. Jasper wurde 1968 geboren und lebt heute zusammen mit Ehefrau Daniela und den beiden Kindern in Waldshut. Neben der Leidenschaft zu den Bergen gehören Westernreiten und Pferdezucht zu den Hobbies der Familie.

Nordwände

Eiger Nordwand
Robert Jasper gelang 1999 die bisher schwerste Route durch die Eiger Nordwand. Gleichzeitig ist sie die schwerste Route, die je in eine große Alpennordwand gelegt wurde. Insgesamt durchstieg er die Eiger Nordwand elf Mal, unter anderem die erste Solobegehung von "Spit Verdonesque" (VIII- / A1) in nur vier Stunden und die erste Begehung "Symphonie de liberte" 8a (X-). Letztere gilt als die schwierigste Route (X-) in einer der ganz großen Nordwände. Erst nach mehreren Tagen in der Wand, Biwak im Hängezelt, und mehreren bis zu fünfzehn Meter tiefen Stürzen gelang es Robert und Ehefrau Daniela, alle Seillängen frei (Rotpunkt) zu klettern.

Matterhorn und Grandes Jorasses
Zweimal kletterte Jasper die Nordwand des Matterhorns, unter anderem die klassische Schmidroute mit Variante solo in fünf Stunden. Auch die Nordwand des Grandes Jorasses mit Überschreitung solo bis Chamonix gelang ihm in 13 Stunden.

Solobegehungen

Beeindruckende Solo-Leistungen überzeugen Franzosen
Robert Jaspers Solobegehung der Pillier d`Angle Nordwand bis 85 Grad auf einer neuen Route mit Abstieg durch die Südwand und die erste Solobegehung der Freney Route "Abonimette" VI, 85 Grad auf den Mont Blanc an einem Tag (13 Stunden) wurden in Frankreich zu einer der besten alpinistischen Leistungen gewählt. Doch auch die anderen Solobegehungen Jaspers zeigen die beeindruckenden Leistungen des Extrembergssteigers.

Jasper schnell unterwegs
  • Les Droites Nordwand: Jackson-Route (1000 Meter bis 90 Grad) in drei Stunden und Abstieg Nordcouloir (800 Meter bis 60 Grad) in insgesamt neun Stunden bis Chamonix

  • Gletscherhorn Nordwand (1100 Meter bis 85 Grad) in zwei Stunden und Abstieg Ebenefluh Nordwand (700 Meter bis 60 Grad) in insgesamt sechs Stunden

  • Grand Pillier d’Angle Nordwand: Neue Route (750 Meter bis 85 Grad) in zwei Stunden und Mont Blanc Abonimette-Route (700 Meter bis 85 Grad, Fels sechs) in fünf Stunden, Gesamtzeit 13 Stunden

  • Les Droites Nordwand: Bovin/Profit (1000 Meter, 90 Grad) Abstieg Nordcouloir (800 Meter bis 60 Grad), dann Aufstieg Les Curtes Nordwand (800 Meter bis 75 Grad) und Abstieg über die Nordostwand (800 Meter bis 50 Grad), alles an einem Tag

  • Jungfraujoch Nordostwand: Soloerstbegehung "Knocking on heaven’s door" (600 Meter, M6,A2)

  • Grandes Jorasses "Leichentuch" (V und 80 Grad): "Durchrannt" in 2,2 Stunden bis auf den Gipfel


Expeditionen

Cerro Torre
Innerhalb von 16 Stunden gelang Robert Jasper die weltweit schnellste Besteigung vom Basislager auf den Gipfel des Cerro Torre in Patagonien. "Es war ein Wettlauf gegen den Sturm, der vom Innlandeis herauf zog", so Jasper. "Wir hatten nur noch diese letzte Chance den Gipfel zu erreichen. Wir standen oben und mussten sofort abseilen, da der Sturm einsetzte. Nur mit allergrößter Mühe erreichten wir wieder den flachen Gletscher und das Basislager. Es war eine höllische Qual 32 Stunden nonstop zu klettern, erst ein paar Tage später konnten wir uns über den Erfolg freuen." Einmal vor Ort, legte er im Alleingang noch die Erstbegehung des "Cerro Adela Sur" über die gefährliche Ostwand vor.

Mount Mc Kinley
Für eine weitere Sensation sorgte Jasper, als er innerhalb von nur vier Tagen den Gipfel des Mount Mc Kinley in Alaska zwei Mal über verschiedene Routen bestieg. Robert Jasper: "Für mich war dieser Berg der ideale Kältetest an mich selbst und meine Ausrüstung. Ich wollte mir nichts erfrieren! Übersteht man diesen Berg mit Temperaturen von um die minus 50 Grad Celsius, so braucht man vor der Kälte keine Angst mehr zu haben!"

Auszug aus Jaspers Highlights
  • 1991: Spektakuläre Solobegehung der drei großen Nordwände an Eiger, Matterhorn und Grandes-Jorasses

  • 1995: DAV-Leistungsexpedition zum Nuptse-East. Nach über vier Wochen harter Klerrerei und an die 2000 Klettermetern im Eis bis 90 Grad und Fels VII A3, erreichte Robert Jasper und das Team der DAV Leistungsexpedition den Diamond Tower, den Pfeilergipfel. Das Ziel lag greifbar vor Augen. Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometer vereitelte dann aber den Versuch, den Gipfel des Nuptse East1 erstzubesteigen

  • 1999: Erstbegehung von "Symphonie de liberte" 8a in der Eiger-Nordwand, der bis dato schwersten Route in der Nordwand

  • 2001: Versuch am 1600 Meter hohen Südwest-Pfeiler des Bhagirati III. Nach schwerer Kletterei bis M7 und A2 muss die Expedition abgebrochen werden, da Schlechtwetter jeden ernsthaften Versuch am Oberen Pfeiler vereitelt. Am 06. Juni verlässt das Team das Basislager

  • 2003: Robert Jasper und Stefan Glowacz erreichen Anfang Dezember den Gipfel des Murallòn über den etwa 1000 Meter hohen Nordpfeiler. Die Schwierigkeiten dieser Erstbegehung wurden mit 7+ und M8 bewertet (der Berg selbst wurde am 14. Februar 1984 von Casimiro Ferrari und Paolo Vitali über die Nordostkante erstbestiegen)


Quellen



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