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Hillary und Norgay

Edmund Hillary auf dem Geldschein

2004 in Warschau

Weg zum Everest

Mount Everest

Hillary und Norgay

Sir Edmund Hillary

Portrait Sir Edmund Hillary

M2b Redaktion am 14.04.2008 - 11:00 Uhr

Steckbrief
Name: Sir Edmund Hillary
Geburtstag: 20. Juli 1919
Todestag: 11. Januar 2008
Wohnsitz: Auckland
Nation: Neuseeland
Ehepartner: Louise Mary Rose(1953-1975), June Mulgrew (1989-2008)
Kinder: Peter(1954), Sarah(1955), Belinda (1959-1975)

Der bekannte Neuseeländer und Abenteurer Edmund Hillary wurde als zweites von drei Kindern geboren und besuchte in seinem Heimatort die Tuakau Primary School, bis er schließlich mit zwölf Jahren auf die älteste und berühmteste Schule Neuseelands ging, die Auckland Grammar School. Der spätere Sir Hillary war ein normaler Schüler mit durchschnittlichen Noten. In seiner Jugend war er immer ein wenig kleiner und scheuer als seine gleichaltrigen Mitschüler. So suchte er Zuflucht in seinen Büchern und Tagträumen, von einem Leben voller Abenteuer. Später studierte Hillary Mathematik und Informatik an der Auckland University und beendete sein Studium 1939. Im gleichen Jahr bestieg er den Mount Olivier in den südlichen Alpen und konnte somit sein erstes großes Erfolgserlebnis als Bergsteiger verbuchen.

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Ausbruch: World of War
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der Einführung der Wehrpflicht trat Edmund Hillary der Royal New Zealand Air Force als Navigator bei und observierte auf Catalina, einer Insel vor der Küste Kaliforniens, feindliche Schiffe. 1945 war Hillary auf den Fidschi- und Salomon-Inseln stationiert, wo er sich bei einem Schiffsunglück schwere Verbrennungen zuzog. Daraufhin kehrte er wieder in sein geliebtes Heimatland zurück.

Der Berg der Berge
Im Jahre 1952 wurde der Weg zum Mount Everest von der Chinesischen Regierung geschlossen. Jährlich durfte nur eine Expedition zum Mount Everest aufbrechen. Die ersten, die ihr Glück versuchten, waren Expeditionisten aus der Schweiz. Das Team musste die Begehung des Mount Everst jedoch 240 Meter vor dem Gipfel abbrechen, da ein Gewitter aufzog und die Teilnehmer zur Umkehr zwang. Nun brach ein britisches Expeditionsteam zum Everest auf. Unter den Teilnehmern der Tour waren auch Hillary und Tenzing Norgay, ein nepalesischer Sherpa. Dann, am 29. Mai 1953, gelang ihnen zusammen die nachgewiesene Erstbesteigung des 8848 Meter hohen Mount Everest, des höchsten Berges der Welt.

The British Empire
Die Nachricht von der erfolgreichen Everest-Erstbesteigung durch die britische Expedition erreichte am Vorabend der Krönung von Elizabeth II. London. Beim Rückmarsch bereits erhielt Hillary aus Großbritannien den ersten Brief, adressiert an "Sir Edmund Hillary, KBE" (Knight Commander of the Order of the British Empire), der gleichzeitig seine Erhebung in den Adelsstand des britischen Königreichs bedeutete. Wenige Monate später wurde Hillary von Elizabeth zum Ritter geschlagen, Norgay wurde mit die George Medal, die zweithöchste zivile Auszeichnung des Vereinigten Königreichs, verliehen. Edmund wurde Mitglied im renommierten Londoner Travellers Club.

Wer nun? - Hillary oder Norgay
Doch eine der wichtigsten Fragen wollte Edmund Hillary lange Zeit nicht beantworten, ob er oder sein Bergführer, der Sherpa Tenzing Norgay, den Mount Everest als Erster bestiegen hatte? Immer und immer wieder betonte er: "Wir kamen zusammen an." Jahre danach wurde bekannt, das Edmund ein paar Schritte vor Tenzing den Gipfel erreicht hatte.

Ein echter Teufelskerl
Bei weiteren Expeditionen in den 1950er- und 1960er-Jahren bestieg Hillary zahlreiche weitere Himalaja-Gipfel. Als Teil einer Trans-Antarktis-Expedition erreichte er im Januar 1958 den Südpol kurz vor Vivian Fuchs und führte damit nach Roland Amundsen und Robert Falcon Scott die dritte Expedition zum gefürchteten Pol.

Kommerz in der Todeszone
Sir Edmund Hillary geißelte am Anfang der 1990er Jahre den sich entwickelnden Besteigungs-Kommerz am Everest, der 1996 in der Todeszone zu Serien von Todesfällen führte, weil untrainierte Bergsteiger mit zu hohem Ehrgeiz von kommerziellen Everest-Expeditionsveranstaltern an den Berg gebracht wurden. Zuletzt äußerte er sich im Mai 2006 negativ über einen behinderten Neuseeländer, der den Everest erstieg und zuvor beim Aufstieg hoch oben in der Todeszone einen fast erfrorenen Engländer liegen ließ, der kurz darauf starb. Hillary bezeichnete öffentlich das Fortsetzen des Anstiegs und die unterbliebenen Hilfe als Auswuchs extremen Ehrgeizes und beklagte den Verlust der bergsteigerischen Tugend der Kameradschaft im ausufernden Kommerz, Egoismus und Überehrgeiz.

Eine Legende findet seinen Frieden
Hillary galt in Neuseeland als Nationallegende und hatte in sportlichen Fragen eine hohe Reputation. Doch wie es das Leben verlangt, verstarb der Abenteurer am 11. Januar 2008 in einem Krankenhaus in Auckland an einem Herzanfall. Die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark bezeichnete ihn nach seinem Tod als "legendären Bergsteiger, Abenteurer und Menschenfreund" sowie "als den bekanntesten Neuseeländer, der je gelebt hat". Hillary wurde mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt. 600 Gäste nahmen an der Beerdigungszeremonie in der St. Marys-Kirche teil. Der Sarg wurde in die neuseeländische Staatsflagge gehüllt und mit dem Eispickel, welchen Hillary beim Aufstieg des Mount Everest genutzt hatte, geschmückt.

Video: Erinnerungen an Edmung Hillary


Quellen:
- www.tagesschau.de
- http://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Hillary


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