Hans Dieter Sauer lässt die Leser mit diesem Buch teilhaben an einer extremen Erfahrung: Mit zahlreichen Unwägbarkeiten gepflastert, verfolgt er zäh und standhaft einen ganz besonderen Weg - im Alleingang besteigt er schließlich einen Achttausender, den Cho Oyu im Himalaya. Nach drei gescheiterten Versuchen bricht der Normalbergsteiger auf, ein neues Kapitel Alpingeschichte zu eröffnen.
Marke gesetzt
Was selbst Extrembergsteiger vor 30 Jahren noch für unmöglich hielten, setzt sich Sauer 1976 in den Kopf: Sechs Jahre lang verfolgt er seine Idee, nähert sich dem Gipfel Schritt für Schritt. Immer wieder aber wirft ihn der Berg ab. Sein Ziel verliert er trotz der Rückschläge nicht aus den Augen.
Ein erster Anlauf scheitert, der zweite endet mit einem Sturz, beim dritten Mal zwingt ihn ein Schneesturm zur Umkehr. Doch dann sieht er eine letzte Chance und setzt alles auf eine Karte. Vor dem Erfolg landet er kurzzeitig in einer Gletscherspalte, macht die Erfahrung, dass manch Alpinhose zwar dem Wetter trotzt, auf der anderen Seite aber für eine ordentliche Beschleunigung auf steilen, verharschten Schneehängen sorgt, ehe er ernten darf, was er über Jahre gezielt gesäht hat. Unerwartete Hilfe leistete ein Verunglückter, der seinen Eispickel zur Verfügung stellte.