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Dachstein Xtreme: Knapp 170 Athleten aus zwölf Nationen am Start

M2b Redaktion am 03.04.2007 - 13:00 Uhr

Ein extrem starkes Starterfeld, widrige Bedingungen - all das konnte die Österreicher im ersten Weltcuprennen auf heimischem Boden nicht von ausgezeichneten Leistungen abhalten.

Wetter erzwingt Streckenverkürzung
"Wenn das Wetter schlecht ist, dann bedeutet das harte Arbeit für die Organisatoren. Das Team muss rasch entscheiden. Der Ablauf war sehr gut", so kommentierte Lluis Gomez, Vizepräsident des ISMC (International Skimountaineering Committee), die Entscheidung der Organisatoren des "FRITSCHI Dachstein Xtreme", angesichts der widrigen Witterungsverhältnisse am 31. März (schlechte Sicht, Schneefall) die Strecke zu verkürzen. Die Dachstein-Steinerscharte und somit auch alpine Passagen wurden gestrichen, der Kurse auf 18 Kilometer und 1.600 Höhenmeter begrenzt.

Einem Teil der Sportler kam das durchaus entgegen, so etwa dem Team aus Frankreich: "Ich wäre froh, wenn der Dachstein aus der Strecke gestrichen werden würde", ließ Patrick Rassat, Coach vom Team Frankreich, verlauten. Der Kärntner Alex Lugger hingegen, bekannt für seine sehr guten technischen Fähigkeiten, war nicht eben glücklich über die Entscheidung und kämpfte zudem mit den Nachwirkungen einer Erkrankung.

Knapp 170 Athleten aus zwölf Nationen am Start
Trotz des schlechten Wetters gingen die rund 170 Teilnehmer auf der kurzen und langen Strecke mit vollem Elan zur Sache.

Lugger führt das Feld an
Kurz nach dem Start setzte sich Alexander Lugger an die Spitze des Feldes, und erarbeitete sich einen Vorsprung von einer Minute. Lange Zeit sah es danach aus, als könnte er der erste Österreicher werden, der ein Weltcuprennen für sich entscheidet - doch dann passierte das, was der zweifache Österreichische Meister befürchtet hatte: "Für mich war es ein riesiger Nachteil, dass der Dachstein nicht dabei war. In den technisch schwierigen Abschnitten erarbeitete ich mir einen Vorsprung, danach fiel ich zurück."

Troillet gewinnt sein erstes Weltcuprennen
So musste sich Lugger vom Schweizer Florent Troillet überholen lassen, der seine Führung bis ins Ziel bei behielt und das Weltcuprennen auf der langen Strecke in einer Zeit von 1:59 h für sich entschied. "Ein super Rennen, mein erster Weltcupsieg", so der Schweizer strahlend. Nur 23 Sekunden nach ihm kam der Franzose William Bon Mardion ins Ziel, Dritter wurde Dennis Brunod aus Italien mit einer Zeit von 2:00 h.

Österreichischer Meistertitel geht an Ringhofer
Trotz des hochkarätigen Starterfeldes mit Athleten aus zwölf Nationen waren natürlich besonders die Österreicher mit vollem Optimismus in dieses Rennen gegangen. Ein Mann konnte so vor allem gegen Ende des Wettkampfes noch einmal kräftig zulegen: Andi Ringhofer gab alles und holte sich als Gesamt-Vierter in einer Zeit von 2:00:15 h erstmals den Titel des Österreichischen Meisters, und löst damit Alex Lugger ab. "Ein wunderschönes Rennen und ein wunderschöner Tag für mich. Die Österreicher haben sich im Vergleich mit den weltbesten Athleten top geschlagen", so das Resümee des frischgebackenen Österreichischen Meisters.

Lugger und Hornegger komplettieren das österreichische Podest
Als Fünfter und mit einer Zeit von 2:01 h wurde der Langzeitführende Alexander Lugger Vizemeister in der Österreichischen Meisterschaft. Der Annaberger Martin Hornegger als 18. kam als drittschnellster Österreicher mit einer Zeit von 2:09 h ins Ziel.

Stock und Wallner nicht im Ziel
Unglaubliches Pech hatte Markus Stock: er wurde in einen Sturz am Start verwickelt, verlor dabei einen Ski und musste aufgeben. "Ich bin maßlos enttäuscht, denn die Form hätte gepasst", so der frustrierte Bischofshofner. Ebenfalls nicht ins Ziel kam Tom Wallner aus Bischofshofen. Der Italiener Lorenzo Holzknecht siegte als Gesamtzehnter mit einer Zeit von 2:07 h in der Juniorenwertung.

Laetitia Roux auch am Dachstein nicht zu schlagen
Mit der unglaublichen Zeit von 2:20 h war die Französin Laetitia Roux (weibliche Espoirs) die schnellste Frau an diesem Tag. Die frisch gekührte Europameisterin im Vertical und Single Race (Altersklasse Espoirs und Senioren) war auch am Dachstein nicht zu schlagen, und ließ die Italienerin Gloriana Pellissier (2:21 h, weibliche Senioren) hinter sich. Drittbeste Dame war Pellissiers Landsfrau Roberta Pedranzini mit 2:27 h.

Simone Hornegger beste Österreicherin
Der Titel der Österreichischen Meisterin ging an Simone Hornegger, die in der Damenwertung startete und 2:51 h benötigte. Siegerin in dieser Kategorie wurde die Deutsche Judith Grassl in einer Zeit von 2:35 h.

Fazit
"Das Wetter war zwar nicht so strahlend wie im vergangenen Jahr, dafür haben wir aber bewiesen, dass wir uns als Organisatoren auf die veränderten Verhältnisse auch kurzfristig einstellen können. Ein besonderer Dank gebührt unseren Partnern Planai-Bahnen und Schladming", so Karl Posch, Veranstalter des Dachstein Xtreme, Chef des ASTC (Österreichische Meisterschaft im Skibergsteigen) und Präsident des ASKIMO (Austrian Skimountaineering Organisation of Competitions) sichtlich erleichtert nach der perfekten Abwicklung des Events.

Begeistert zeigten sich auch Vertreterinnen der Olympiabewerbung Salzburg. Mag. Lucie Rothauer war beeindruckt von den Leistungen der Athleten: "Bewundernswert ist die Kombination aus Leistungssport und Gefahr". Und auch Ernst Trummer von den Planai-Bahnen war erfreut über die große Zahl an Sportlern aus den unterschiedlichsten Nationen, und das "trotz der unwirtlichen Bedingungen – umso erstaunlicher die Leistung der Athleten".

Weitere Infos
Ausführliche Infos zum Dachstein Xtreme 2007 erhalten Sie unter www.astc.at.

Auf Mountains2b sind außerdem zwei Sonderseiten zum Thema veröffentlicht: Austria Skitour Cup 2007 und Weltcups Skibergsteigen 2007".

Quelle
Martin Kimbacher
www.astc.at

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