Specials Eventspecials 2007 Weitere Events TourNatur

Foz de Lumbier

San Juan de la Pena

Hendaye

Endlose Felder...

Maneru

Puente la Reina

TourNatur Logo

TourNatur 2007: Auf den Spuren des Mittelalters: Europäische Pilgerwege

M2b Redaktion am 17.08.2007 - 12:00 Uhr

Seit Menschengedenken reisen Gläubige an heilige Orte. Die Jakobswege, die quer durch Europa zum Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela führen, gehören zu den ältesten und zweifellos zu den meist gegangenen Pilgerwegen der Welt. Historiker schätzen, dass im Mittelalter 200.000 bis 500.000 Menschen jährlich nach Santiago pilgerten. Überall entlang der Route findet man architektonische Zeugnisse der christlichen Geschichte, außerdem gibt es herrliche Landschaften zu entdecken. Von verschiedenen Ausgangspunkten in Frankreich führen die Jakobswege über die Pyrenäen und schließlich an die spanische Atlantikküste.

Anzeige


Im Zeichen der Muschel: Jakobswege in Frankreich
Die Jakobsmuschel wurde zum unverwechselbaren Markenzeichen der Jakobspilger und kennzeichnet noch heute die alten Jakobswege. So auch die vier französischen Hauptwege, die sich bei den Pyrenäen vereinen und beim Pass von Roncevaux oder Somport das Gebirge überqueren. Einer der ersten bedeutenden Jakobswege, die Via Podiensis, hat ihren Ausgangspunkt in Le Puy-en-Velay im Zentralmassiv und durchquert unter anderem das südfranzösischen Departement Lozère. Der Weg führt weiter durch die Departements Aveyron, Tarn und Gers, vorbei an Cahors, bei Auvillar über die Garonne und über Aire sur l’Adour zum Zusammenschluss der Wege bei Ostabat.

Aus dem nördlichen Europa und Großbritannien wanderten die Pilger über Tours mit seiner bedeutenden Kathedrale auf der Via Turonensis in Richtung Spanien. Die Strecke führt auf einer malerischen Route entlang der Gironde und durch die Weinlandschaft des Medoc über Bordeaux und Sorde l’Abbaye weiter Richtung Süden. Pilger aus Deutschland und Osteuropa führte die Via Lemovicensis ab der Basilika im burgundischen Vézelay nach Compostela. Den ersten Höhepunkt dieses Wegs bildete die Kathedrale von Perigeux, weiter ging es über Dordogne und Garonne nach Bazas, Saint Sever und schließlich Ostabat. Gläubige aus dem Mittelmeerraum folgten ab Arles der Via Tolosana durch Roussilon, Languedoc, Provence, Tarn und Garonne und kamen auf Ihrem Weg nach Westen auch an der Basilika Saint Sernin, einer der wichtigsten religiösen Stätten der damaligen Christenheit, vorbei.

Je näher das Ziel desto dichter das Netz: Jakobswege in Spanien
Je näher man dem Ziel, Santiago de Compostela, kommt, desto größer wird auch die Dichte der Jakobswege. Die Provinz Navarra war während des Mittelalters obligatorische Durchgangsstation auf dem Weg zum Grab des heiligen Jakobus. Die zwei durch Spanien führenden Routen durchqueren Navarra und vereinigen sich in dem Städtchen Puente la Reina. Von hier aus führt ein einziger Weg weiter, über den Ebro hinweg, hinein in das Gebiet der Rioja. Heute werden Reisende auf dem Jakobsweg in Navarra in den Bann gezogen von zahlreichen romanischen Wallfahrtskapellen und Klöstern, gotischen Kathedralen, Brücken, Kreuzwegen, Hunderten von Goldschmiedearbeiten sowie Werken aus Malerei und Bildhauerei. Neben den kulturellen und künstlerischen Sehenswürdigkeiten besticht der Jakobsweg in Navarra auch durch seine landschaftliche Schönheit: Hohe Pyrenäengipfel, die die Region von Frankreich trennen, dicht belaubte Buchen-, Eichen- oder Steineichenwälder, Weiden, weite, farnbewachsene Flächen, Berge und Flussquellen sind ein wahres Paradies für Naturliebhaber.

Via Nova: Wegweiser in das 21. Jahrhundert
Gepilgert wird jedoch nicht nur auf alten Wegen: Der Pilgertradition verpflichtet, aber erst 2002 entstanden, ist die deutsch-österreichische Via Nova, ein Pilgerweg, der zur friedlichen Begegnung einlädt und sich als symbolischer Wegweiser ins Europa des 21. Jahrhunderts versteht. Wer diesen Weg geht, lässt Konfession, Nationalität und berufliche Stellung bewusst hinter sich und begegnet Menschen, die wie er selbst mit leichtem Gepäck reisen. 280 km markierte Strecke führen von Metten in Bayern durch Oberösterreich nach St. Wolfgang in Salzburg. Auch entlang dieser Strecke hat die Religionsgeschichte Spuren hinterlassen: Vom gotischen Labyrinth über keltische Kultstätten bis hin zum "Baum der Erkenntnis" findet sich Meditatives, Mystisches und Besinnliches am Wegrand.

Informationen zu den Wegen gibt es im Internet auf www.chemins-compostelle.com, www.navarra.es und www.pilgerweg-vianova.eu.

"Traumpfade" auf der TourNatur
Die vorgestellten Wege präsentieren sich vom 31. August bis 2. September bei der TourNatur in Düsseldorf. Die TourNatur ist von Freitag bis Sonntag, 31. August bis 2. September 2007, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Eventspecial zur TourNatur 2007 und auf www.tournatur.com.


Quelle
Messe Düsseldorf GmbH
Andrea Erps

www.tournatur.com


  Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Artikel bei Mountains2b:
Verwandte Bildergalerien bei Mountains2b:
Verwandte Links (extern):
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay
Anzeige
Anzeigen
Google Anzeigen