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Rosi Mittermaier und Christian Neureuther

Rosi Mittermaier und Christian Neureuther

Beim Nordic Walking

Interview mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuther

M2b Redaktion am 13.07.2007 - 09:42 Uhr

Auch die begeisterten Nordic Walker und die Ski-Asse Rosi Mittermaier und Christian Neureuther waren bereit, sich den Fragen von LEKI zu stellen. Neben vielen interessanten Begebenheiten rund um das Nordic Walking erläutern sie, was das Besondere an dieser Sportart ist.

Frage: Wie oft und seit wann betreibt ihr Nordic Walking?
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther: Wir sind bereits als Kinder mit den Stöcken auf die Berge gegangen, später setzten wir die Stöcke gezielt im Konditionstraining ein. Zwar war dies eher am Langlauf angelehnt, doch auch wir Alpine haben davon sehr profitiert. Außerdem hat Christians Vater, als Bergwachtsarzt und Expeditionsteilnehmer im Himalaya bereits in den 70er Jahren intensive Untersuchungen zum Thema "Gehen mit den Stöcken" gemacht und diese auch in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Frage: Welchen Stellenwert hat Nordic Walking in Eurem Alltag eingenommen?
Mittermaier und Neureuther: Nordic Walking gehört zu den schönsten Nebensachen der Welt! Man ist so ungebunden und flexibel, braucht im Prinzip fast nichts, außer vernünftige Stöcke und Schuhe. Man braucht keinen Sportplatz, keine Halle oder sonstige Sportstätten. Wir gehen von daheim aus los, sind an keine Tages- oder gar Jahreszeiten gebunden, denn man kann es bei jeder Witterung und genauso gut auch im Winter ausüben. Am meisten begeistert uns, dass wir dadurch auch in die Natur kommen und dadurch so richtig auch die "Seele mitwalken" lassen können.

Frage: Inwiefern hilft Euch Nordic Walking, um euch bei Euren Touren/Auftritten zu erholen ?
Mittermaier und Neureuther: Wir versuchen stets irgendeine Bewegungsform in den Tag reinzubekommen. Mit den Stöcken ist es am leichtesten, da finden wir immer eine Strecke, wo wir mindestens eine Stunde laufen können. Dabei können wir perfekt entspannen und auch miteinander den Tag nochmals besprechen bzw. weiterplanen. Überhaupt ist die gemeinsame Bewegung, egal ob mit Partner oder in der Gruppe, die große Motivationshilfe für diese Sportart.
Nordic Walking bietet uns die perfekte Regeneration und zugleich tun wir noch was für unsere Gesundheit. Es gibt nichts Schöneres, als einfach raus zu gehen und in der Natur so richtig abzuschalten. Gleichzeitig tun wir unserem Körper viel Gutes. Wir trainieren den Körper, stärken das Immunsystem und beugen dadurch gleichzeitig vielen Krankheiten wie Diabetes, Osteoporose, Herz-Kreislauf, Rücken und auch Demenz vor. Das erkennen auch immer mehr Ärzte und Therapeuten, man muss dazu nur mal die Fachliteratur studieren. Für uns gilt also: "Immer die Stecken mitnehmen", mit dem dreiteiligen Traveller Carbon bietet LEKI dazu die ideale Variante für unterwegs.

Frage: Inwiefern spielt der soziale Aspekt eine Rolle?
Mittermaier und Neureuther: Nordic Walker sind fast ein "sozialer Brennpunkt" – jedoch im positiven Sinne. Bei welcher Sportart kann man sich beim Ausdauertraining so locker unterhalten? Gleichzeitig bedeutet dies die perfekte Kontrolle, dass man sich im "gesunden" aeroben Pulsbereich bewegt, wo man also mit Hilfe des Sauerstoffs Fett verbrennt: Fettburning!

Frage: Könnt ihr ein paar Statements abgeben, inwiefern Nordic Walking auch für Leistungssportler Sinn macht?
Mittermaier und Neureuther: Im Leistungssport werden meist hohe Intensitäten und hohe Umfänge an den Tag gelegt. Gerade durch diese hohen Belastungen dürfen regenerative Einheiten nicht unter den Tisch gekehrt werden. Da helfen dann auch die Stöcke, um sich schneller zu erholen.

Frage: Könnt ihr bitte noch einen Trainingstipp geben?
Mittermaier und Neureuther: Trainingstipps ohne Kenntnis der Zielgruppe sind immer so eine Sache. Entscheidend ist der richtige Pulswert, der sich natürlich am Trainingszustand des jeweiligen Walkers orientiert. Einsteigern oder Sportlern mit Problemen empfehlen wir immer einen Check beim Arzt, der jedem seinen persönlichen optimalen Pulsbereich zuordnen kann.
Ansonsten soll der Spaß und die Freude an der Bewegung im Vordergrund stehen. Beim Nordic Walken geht es ja nicht um eine Zeit oder eine Platzierung. Daher ist auch die Gefahr, sich zu überanstrengen gering. Dafür rücken andere Werte wie "Gesundheitssportart, Kommunikation und Freude an der Natur in den Vordergrund. Außerdem: Wo trifft man sonst noch so viele fesche Mädchen?

Frage: Könnt ihr Empfehlungen geben beim Nordic Walking mit Kindern, speziell bei übergewichtigen Kindern?
Mittermaier und Neureuther: Dass Kinder immer unsportlicher und fettleibiger werden, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Dieses Thema geht gerade durch sämtliche Medien, die Studien sind erschreckend.
Gerade diese sogenannten adipösen Kinder tun sich extrem schwer im Sport, sei es im Schulsport oder im Vereinssport. Sie fühlen sich von der Sportgemeinschaft ausgeschlossen und werden vielfach noch gehänselt, was zusätzlich negativ wirkt. Nordic Walking eröffnet auch diesen Kindern Chancen. Man muss nur ein kindgerechtes Training anbieten zum Beispiel mit den Stöcken in den Wald auf Abenteuertrip gehen, querfeldein streunen, über Baumstämme balancieren oder von Baumstumpf zu Baumstumpf springen. Es geht ums Spielerische, und da ist mit den Stöcken in der Hand ein großer "Spielraum" gegeben. Auch hier spielt die Gruppendynamik eine große Rolle, und da es nicht um Wettkampf geht, ist die soziale Akzeptanz besonders hoch.

Frage: Wie können Kinder an Nordic Walking herangeführt werden?
Mittermaier und Neureuther: Nordic Walking mit Kindern ist mehr und mehr ein Thema in unserem Alltag. Sei es bei den Nordic Walking Verbänden, in speziellen Nordic Walking Kursen für Kinder, im Vereinsleben oder im Schulsport. LEKI ist Partner seit der ersten Stunde und kommt speziell den Schulen mit attraktiven Förderprogrammen entgegen. Denn Nordic Walking ist auch ein ganzjähriges Thema für den Schulsport. Hier geht es nicht nur um das reine "Nordic Walken", sondern auch um das Einbeziehen von Stöcken bei Koordinations-, Dehnungs- und Kräftigungsübungen. Also ohne Zweifel ein wichtiger Aspekt, der hier noch in den Startlöchern steht.

Frage: Gibt es eventuell noch eine Alltagsgeschichte oder Erfahrungen aus eurer Gruppenarbeit, die das Thema abrunden?
Mittermaier und Neureuther: Bei der Verleihung des Sportpreises des Bayrischen Ministerpräsidenten im Juli 2007 haben wir eine Dame getroffen, die uns voller Glück erzählte, dass sie vor fünf Jahren als Krebsbetroffene zum Nordic Walken kam. Sie hat dadurch neuen Lebensmut und Lebensfreude bekommen und ist sich sicher, dass sie dadurch die Krankheit besiegt hat. Das ist keine erfundene Story für den "Effekt"! Für uns ist diese Frau Vorbild und Ansporn, möglichst viele Menschen von den Vorteilen dieser Sportart zu überzeugen. Hoffentlich auch Sie!



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