
Basecamp mit Diamirflanke

Basislager bei Schönwetter

Ausblick auf die Diamirflanke

Der Beginn der letzten Etappe

Im Lager IV - noch über 1000 Höhenmeter

In der Gipfeleisrinne des Nanga Parbat

In der Flanke zu Lager III
Nanga Parbat - Der Routenverlauf
M2b Redaktion am 12.07.2007 - 14:38 Uhr
AUFSTIEGSROUTE
Vom Basislager (4.300 Meter) folgt man zunächst der rechten Seitenmoräne des Diamir-Gletschers, bis man ihn in einer Höhe von ca. 4600 m aufsteigend queren kann. Man bewegt sich auf die Felspfeiler knapp links der Gipfelfallinie zu, bis man bei einem Steinschlag geschützten, fast ebenen Platz am Fuß des Pfeilers rechts der Löw-Rinne auf ca. 4950 m ein erstes Lager einrichten kann.
Querung zur Kinshofer-Wand
Im Schutz einzelner Felspfeiler wird der linke Rand der breiten Löw-Eisrinne erreicht. Dieser gibt auch den weiteren Aufstieg vor, da man hier vor Steinschlag und eventuellen Schneerutschen oder Lawinen am sichersten ist. (Sobald die Sonne in die Diamir Flanke strahlt wird die Löw Eisrinne Steinschlag gefährlich.) Auf drei Viertel der Höhe der Rinne - immer links haltend - angekommen, wird auf ca. 5.700 Meter an einigen kleinen Felsinseln vorbei die nach oben immer steiler werdende Eis- und Schneerinne (bis ca. 55° Steilheit) aufsteigend nach rechts gequert.
Ziel der Querung ist der Beginn der "Kinshofer-Wand". Eine steile, weitestgehend steinschlagsichere Felswand von ca. 120 Metern Höhe muss kletternd überwunden werden (Stellen ca. IV+), bis sich das Gelände am Ende der Felswand unmittelbar zurücklegt und der Platz von
Camp II (ca. 6.000 Meter) erreicht ist.
Lager III auf 6.800 Metern
Nun folgt man zunächst einer eventuell eingeschneiten Felsrippe, die allmählich in eine weniger steil werdende Firnrippe übergeht. Am Ende der Firnrippe, bevor die Querung hinauf in die Bazhin Mulde ansetzt, wird im Schutz einiger Felsen auf der oben erwähnten Rippe Lager III (ca. 6.800 Meter) erreicht. Die nun folgende, ansteigende Querung (an Stellen ca. 45° steil) wird bis hinauf zum Beginn der Bazhin Mulde, wie alles vorhergehende, ebenfalls mit Fixseilen versichert. Am Beginn der Bazhin Mulde , nun vorübergehend fast völlig eben, entsteht Lager IV (ca. 7.300 Meter).
Letzte Etappe bei Trockenheit auch ohne Steigeisen möglich
Die Gipfeletappe führt zunächst nur allmählich ansteigend, später bis 35° steil durch die Bazhin Mulde und bis zu den am tiefsten herabziehenden Felsen der linken Seite des Gipfeltrapezes. Einer Rinne, die fast das ganze Gipfeltrapez von links nach rechts ansteigend quert, wid in einer Steilheit von ca. 30 - 40° gefolgt.
In sehr trockenen Jahren (wie z.B. 1998) kann zum Gipfel das letzte Stück dieser schwach ausgeprägten Rinne ohne Steigeisen begangen werden. Der Gipfel wird unmittelbar aus der Rinne kommend ohne weitere Vorgipfel oder Schwierigkeiten erreicht.
Quelle: Amical alpin
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