
Dhaulagiri

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Himalaya

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Dhaulagiri (8.167 Meter) - Himalaya
M2b Redaktion am 17.08.2007 - 10:40 Uhr
Lange hat es gedauert, bis ein Mensch den Fuß auf den Gipfel des
Dhaulagiri setzen konnte. Als vorletzter
Achttausender wurde der weiße Berg 1960 bestiegen - nur der Shisha Pangma (1964) musste länger auf seine Erstbesteigung warten.
"Der weiße Berg"
Der Name
Dhaulagiri bedeutet auf Nepalesisch so viel wie "der weiße Berg". Mit einer Höhe von 8.167 Metern ist er der siebthöchste Berg der Erde. Im Himalaya gelegen erhebt sich circa 35 Kilometer östlich des
Dhaulagiri die Annapurna (8.091 Meter), getrennt nur durch das Kali-Gandaki-Tal.
Späte Besteigungsversuche
Spät begannen die ersten Besteigungsversuche am
Dhaulagiri. Erst im Jahre 1950 schickte sich eine erste französische Expedition an, den
Dhaulagiri I zu besteigen. Das Gebiet wurde von Tukuche aus über den Dhampus- und den Franzosen-Pass erkundet. Vor der Nordwand kam die Expedition zunächst zum Stehen: Zu wild war der Mayangdi-Gletscher, zu abschreckend die imposante Nordwand. Auch der Versuch am Ostgletscher scheiterte auf etwa 5.500 Metern Höhe und die Expedition um Maurice Herzog zog weiter zur Annapurna, um dort den ersten
Achttausender überhaupt zu besteigen.
Glücklos auf der "Birnen"-Route
Eine zweite Expedition drei Jahre später gelangte immerhin bis auf 7.300 Meter Höhe. Die Schweizer um Bernhard Lauterburg gelangten durch das Mayangdi-Tal zur Westflanke und erschlossen in der Folge die "Birnen"-Route in der Nordwestwand. Das schlechte Wetter verhinderte den Gipfelerfolg.
Auch die nachfolgenden vier Expeditionen, die von 1954 bis 1958 am
Dhaulagiri ihr Glück versuchten, waren nicht erfolgreich. Alle hatten über die "Birnen"-Route, die ihren Namen von einem Birnenförmigen Fels im oberen Teil der Flanke hat, den Gipfel anvisiert, mussten aber aufgrund von Schneestürmen umkehren.
Zweite Achttausender-Erstbesteigung für Kurt Diemberger
Am 13. Mai 1960 schließlich standen mit Ernst Forrer, Kurt Diemberger,
Albin Schelbert, Peter Diener, Njima Dorje und Nawang Dorje die ersten Menschen auf dem Gipfel des
Dhaulagiri. Alle waren ohne künstlichen Sauerstoff auf den höchsten Punkt des Berges gelangt, sie waren über den Nordostgrat aufgestiegen. Zwei weitere Teilnehmer der Schweizer Expedition, Michel Vaucher und Hugo Weber, erreichten einige Tage später den Gipfel. Kurt Diemberger war damit nach Hermann Buhl der zweite Mensch, der zwei
Achttausender erstbesteigen konnte.
Erstmalig hatten die Teilnehmer um Leiter Max Eiselin ein Kleinflugzeug eingesetzt, um sowohl Ausrüstung als auch Teilnehmer bis ins Basislager 2 auf 5.700 Meter Höhe zu transportieren. Bei einem der schwierigen Startmanöver kam es gar zum Absturz des Pilatus Porter PC-6 - zu Schaden kam dabei jedoch glücklicherweise niemand.
Lawinengefahr
Wie gefährlich eine Besteigung des
Dhaulagiri sein kann, zeigen unter anderem die Ereignisse vom Mai diesen Jahres: Der als sicher geltende Platz des Lager II wurde nach einem Schneesturm von einer Lawine überrollt und die Zelte der dort campierenden Bergsteiger mitgerissen. Die österreichische Extremalpinistin Gerlinde Kaltenbrunner entging dabei nur knapp dem Lawinentod - sie konnte sich aus eigener Kraft aus dem Schnee ausgraben. Die beiden spanischen Bergsteiger Santiago Sagaste und Ricardo Valencia, die sich Kaltenbrunner auf dem Weg zum Gipfel angeschlossen hatten, konnten nur noch tot geborgen werden.
Anspruchsvolle Besteigung
Durch die mittlerweile bis Baglung ausgebaute Straße ist die Anreise zum
Dhaulagiri erheblich verkürzt, dennoch dauert der Anmarsch bis zum Basislager insgesamt neun Tage. Die eigentliche Besteigung erfolgt bis zum Nordost-Sattel noch auf relativ flachem Terrain, bevor es dann beständig steiler wird. Ab etwa 6.000 Metern Höhe muss mit einer Neigung von über 35-40 Grad gerechnet werden.
Als Schlüsselstelle gilt eine circa 300 Meter hohe, durchschnittlich 40 Grad steile, kombinierte Passage im Gipfelaufstieg nach Lager III. Die erforderliche Kletterei ist nicht allzu schwierig, erfordert aber aufgrund der steilen Hangneigung ein sicheres Gehen mit Steigeisen. Bester Zeitpunkt für eine Besteigung des
Dhaulagiri ist das Frühjahr - zu unsicher ist das Wetter während der Monsunzeit.
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