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Stephan Keck

Stephan Keck

Am Manaslu

Manaslus Schatten

Manaslu

Basislager am Manaslu

Die letzten Meter zum Gipfel

Stephan Kecks Expedition zum geheimnisvollen Achttausender

M2b Redaktion am 03.09.2008 - 15:35 Uhr

Am 6. September startet Stephan Keck als Expeditionsleiter in sein neustes Abenteuer. Mit der Besteigung des Manaslu wagt sich der österreichische Extrembergsteiger zusammen mit Wolfgang Bartl, Martin Sutterlüty und Josef Felder auf den achthöchsten Berg der Erde.

1956 erstbestiegen
Der Manaslu zählt zu den Gipfeln, die noch nicht von einer Vielzahl von Wanderern und Kletterern belagert werden - anders als die meisten anderen Achttausendern. Ausgestattet mit Kocher, Zelt und Nahrungsmitteln ist beim Aufstieg nicht bei Etappenschluss eine Lodge oder ein hervorragend präperiertes Lager zu erwarten. Der nepalesische Manaslu, der unweit der tibetischen Grenze liegt, wurde erstmals von einer japanische Expedition im Mai 1956 bestiegen: Am 09. Mai waren Tosho Imanishi und Sherpa Gyaltsen Norbu die ersten Menschen auf dem Gipfel, am 11. Mai folgten mit Kiichiro Kato und Minoru Higeta zwei weitere Expeditionsteilnehmer. Die Japaner waren, mit der Unterstützung von 20 Sherpas, über die Nordostflanke aufgestiegen. Später wurde diese Route als Normalroute etabliert.

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Unberechenbar
Extreme Schneefälle und rasche Wetterumstürze sind an diesem Berg keine Seltenheit. Dieser Unberechenbarkeit und dem ursprünglich längeren Anmarschweg ist es wahrscheinlich zuzuschreiben, dass der Eisriese ein verhältnismässig unbekannter 8000er blieb. "Dank unserer sehr engen Zusammenarbeit mit Karl Gabel, der für unsere Expeditionen im Himalaya seit Jahren maßgeschneiderte Wetterprognosen ausarbeitet, dürften wir das Wetterrisiko weitgehend unter Kontrolle haben", schreibt Stephan Keck auf der Website alpinist.at.

Eine sehr gute Vorbereitung zum Erreichen des Gipfels
Nachdem Keck im März/April sein bisher größtes Projekt, nämlich die Solo-Besteigung des Mount Everest, nach dem Tod von Gianni Goltz abbrach, ist die Beteigung des 8163 Meter hohen Gipfel des Manaslu im September und Oktober sein neuestes Projekt. Im Jahr 2009 dann will der ehrgeizige Keck dann den Mount Elbrus überqueren und eine Ski-Expedition zum Gasherbrum I und II unternehmen. Bei der Gipfelbesteigung des Manaslu sind drei Hochlager vorgesehen, das letzte auf 7400 m. Der im Himalaya liegende Gipfel bildet zusammen mit dem Himalchuli (7893 m) und dem Nganda Churli (7835 m) eine eigenständige Bergkette. Durch Seraczonen und bis zu 45 Grad steile Flanken werden Fixseile den Anstieg erleichtern. Sofern sich Keck und seine drei Begleiter mit der Gipfelgöttin gut stellen, wird die Aussicht auf dem Gipfel auf die umliegenden 8000er überwältigend sein! Bestens vorbereitet starten die vier Bergsportler zusammen mit einem Sherpa am Samstag den 6. September ihr Abenteuers.

Berg der Seele
Nicht umsonst bedeutet Manaslu auf Sanskrit "Berg der Seele": Dem Mythos zufolge soll auf dem Gipfel die Gottheit Kambung thronen. Der Sage nach lässt sie nur demütige Bergsteiger in ihr Reich – alle anderen werden von Wetterumstürzen, Lawinen und Eisschlägen gepeinigt werden. Bleibt zu hoffen, dass Stephan Keck und sein Team demütig genug sind, um von Wetterumschwüngen und Lawinen verschont zu bleiben.


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